13 Jahre Vorlauf für zwölf Stellplätze
Wenn in wenigen Tagen die zwölf neuen Stellplätze am Amelsbürener Bahnhaltepunkt fertiggestellt sind, sind 13 Jahre für ein vergleichsweise überschaubares Projekt ins Land gegangen.
„Im Juni 2000 haben wir erstmals einen Antrag gestellt, hier diese Stellplätze zu bauen“, erinnert sich Amelsbürens Ratsherr Stefan Weber (CDU). Die Verhandlungen mit dem Eigentümer der Fläche, der Deutschen Bahn, zogen sich wie ein Kaugummi in die Länge.
Dabei war es gar nicht Bahn, die als Bauherr auftreten sollte. „Nicht die Bahn baut für ihre Kunden. Das muss die Stadt machen“, stellt er klar. Die Bahn hätte lediglich ihr Einverständnis erteilen müssen.
Dabei klang bereits der erste Antrag aus dem Juni 2000 absolut plausibel. Die CDU begründete ihren Vorstoß mit dem damals noch in Planung befindlichen Baugebiet im Süden Amelsbürens, dem damit verbundenen Bevölkerungswachstum und folglich der steigenden Anzahl potenzieller Bahnkunden.
Obgleich überall die Notwendigkeit gesehen wurde, wie Weber sagt, ging es jahrelange nicht voran. Das müsste flotter gehen, zieht Ratsherr Weber ein kritisches Resümee. „Das war schon ein besonderer Bummelzug, der da unterwegs war.“