„Die lahmen Flügel der Amelsbürener Sozialdemokratie tragen nicht weit“, entgegnete Amelsbürens Ratsherr Stefan Weber auf den Vorstoß der SPD, einen Discounter auf dem heutigen Festplatz an der Davertstraße zu realisieren. Der Standort ist an der südlichen Davertstraße im Neubaugebiet im Mai festgelegt worden. Die Grundstücksvermarktung im Neubaugebiet wurde zwischenzeitlich ausgesetzt, die Stadt bereitet augenblicklich die Ausschreibung als Einzelhandelsfläche vor. „Dazu ist ein klarer Beschluss getroffen worden“, so Weber.
Angesicht des Vorwurfs der SPD, bei der Entwicklung in Amelsbüren werde „Hast und Eile“ an den Tag gelegt, entgegnet die designierte CDU-Vorsitzende Barbara Boßler: „Das sind offenbar spezielle sozialdemokratische Vorstellungen vom Umgang mit Investoren. Eine Debatte, in der sehr gründlich über zwei Jahren hinweg Quadratmeter für Quadratmeter Amelsbürens unter die Lupe genommen wurde, hat das bestmögliche Ergebnis gebracht. Noch längere Diskussionen wollen nur diejenigen, die eine Entwicklung ohnehin verhindern wollen.“
Der Festplatz sei und bleibe Festplatz, aber auch der einzige zentral gelegene Parkplatz Amelsbürens, der auch für die Besucher der benachbarten St. Sebastian-Kirche wichtig ist, betonen Weber und Boßler. Auch sei der Festplatz, wie Konzeptstudien ergeben haben, alleine nicht ausreichend groß. „Wer den fortlaufenden Kaufkraftverlusten Amelsbürens etwas entgegensetzen will, muss auf realisierbare Lösungen setzen und nicht auf Utopisches in Wolkenkuckucksheim“, so die Christdemokraten in ihrer Stellungnahme.