Behindertengerechter Umbau des Hallenbades Hiltrup und Umnutzung des Bades Amelsbüren in eine Gymnastikhalle findet positive Resonanz
„Die jetzt von der Stadtverwaltung geplante behindertengerechte Herrichtung des Hiltruper Hallenbades begrüßen wir. Dies entspricht exakt unserer Forderung“, sagte der Amelsbürener CDU-Vorsitzende und Ratsherr Stefan Weber. Hintergrund ist die zum Sommer 2008 geplante Schließung des Hallenbades Amelsbüren, das heute barrierefrei von Menschen mit Behinderungen genutzt werden kann. Im Jahr 2005 hatte ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten die geringe Nutzung des Hallenbades und die fortwährende Unwirtschaftlichkeit mit einem jährlichen Defizit von 200.000 Euro aufgezeigt. „Wir erwarten, dass der Zeitplan für den Umbau des Hiltruper Bades zeitlich synchron mit der Umnutzung des heutigen Hallenbades Amelsbüren erfolgt“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auch müsse die Stadtverwaltung noch nachweisen, wie der Schwimmunterricht für die Amelsbürener Grundschüler ab dem Schuljahr 2008/2009 erfolgen kann. In der damaligen Diskussion waren grundsätzliche Freiräume dafür im Hiltruper Bad aufgezeigt worden. „Konkrete Daten überzeugen aber am ehesten“, so Weber.
„Die künftige Nutzung der Schwimmhalle als künftige Gymnastikhalle in Ergänzung zur Turnhalle entspricht unserem Vorschlag“, resümiert der CDU-Vorsitzende. Entgegen dem damaligen Vorschlag des Bädergutachten ist der Abriss des Gebäudes damit vom Tisch. „Wir wollten immer, dass das Gebäude als ein Ort für den Sport erhalten bleibt. Damit bleiben auch die zuletzt getätigten Investitionen in die Glasfassade erhalten. Obendrein könne sich die Belegungsdichte der benachbarten Turnhalle entspannen.
„So schmerzlich das Aus für das Hallenbad Amelsbüren ist, so positiv fällt hingegen die Gesamtschau für unseren Stadtbezirk aus“, bilanziert Weber. Die Investitionen in das nahe gelegene Hiltruper Freibad und Hallenbad in Hiltrup schlagen mit 5,7 Millionen Euro zu Buche. „Da alle städtischen Bäder ähnlichen Baujahrs sind, ist nach 30 Jahren Betrieb der Handlungsdruck für Sanierungen groß. Das jetzt vorliegende Zukunftskonzept für die städtischen Bäder entspräche dem finanziell möglichen und orientiere sich an den heutigen Anforderungen der Nutzer. „Es wäre angesichts der notwendigen Veränderungen unvernünftig, die Augen davor zu verschließen, dass viele Badegäste heute weite Strecken ins Umland fahren, weil sie dort das Angebot finden, was in Münster fehlt.“