CDU Ortsunion Amelsbüren
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Rathauskoalition im Konflikt mit dem Stadtbezirk Hiltrup

Weber: Nach ständigen Verzögerungen muss Verwaltung Termin endlich einhalten

„Die Sporthalle in Amelsbüren ist ein schlagendes Beispiel für die falschen Prioritäten der Grünen-Koalition im Rathaus. Geld gibt es für wenige statt für den Breitensport.“ Mit dieser Feststellung hat der örtliche Ratsherr Stefan Weber Kritik geübt an der Haltung der Rathausmehrheit, gegen den Willen der Bezirksvertretung Hiltrup das in Amelsbüren seit Jahren dringend benötigte Bauvorhaben einmal mehr auf die lange Bank zu schieben. Der städtische Bauausschuss hatte mit den Stimmen von Grünen, SPD und Volt am Dienstag (10. März) gegen das Votum der Stadtteilvertretung gestimmt, das Projekt jetzt fortzusetzen, die Planungskosten zu finanzieren und die ganze Sache nicht zu vertagen.

„Während Millionen in Projekte für wenige fließen, bleibt der Breitensport im Stadtteil auf der Strecke“, sagte Weber. Wichtigste Aufgabe kommunaler Sportpolitik sei es, Breitensport besonders für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Die beiden Grundschulen, mehrere hundert Sportanhänger und örtliche Sportvereine seien betroffen. Die negative Haltung gegen Amelsbüren und den Stadtbezirk sei umso verwunderlicher, als der Stadtteil seit Jahren stark wächst.

„Mit jedem neuen Wohngebiet gibt es mehr Kinder, mehr Sporttreibende und mehr Bedarf an Sportstätten. Wenn die öffentliche Infrastruktur nicht mitwächst, gerät der soziale Zusammenhalt in Gefahr“, so der CDU-Kommunalpolitiker aus Amelsbüren. Dabei hatte die kommunale Stadtteilvertretung über alle Parteien hinweg geschlossen für die Sporthalle gestimmt. „Diese klare Haltung des Stadtbezirks wird im Rathaus von der Mehrheit ignoriert. Das schwächt Vertrauen in politische Entscheidungen. Während für Vorhaben sehr kleiner Grünen-Zielgruppen mit ein paar Dutzend Aktiven Millionenbeträge mobilisiert werden, steht für eine Breitensporthalle aktuell kein einziger Euro im Haushalt“, so Ratsherr Weber. Das sei auch ein Schlag ins Gesicht der Vereine, die ehrenamtlich viel Zeit und Energie aufbrächten. „Sie haben Verlässlichkeit verdient statt jahrelanger Hängepartien.“ Der Sportverein DJK Grün-Weiß Amelsbüren zählt über 2.200 Mitglieder, Amelsbüren aber nur eine Einfach-Schulsporthalle – mit aufgepinselten Toren an der Hallenwand.

Weber hat Oberbürgermeister Tilman Fuchs (Grüne) nach Amelsbüren eingeladen, um ihm an Ort und Stelle die Misere zu erläutern. Fuchs hat für den 19. Mai zugesagt – dann wird der städtische Haushalt allerdings schon fast zwei Monate verabschiedet sein.