Kita am Dornbusch: CDU fordert verlässliche Planung für Familien
Die CDU Amelsbüren verlangt Klarheit über die Zukunft der bislang vorgesehenen Kindertageseinrichtung im Neubaugebiet „Am Dornbusch“. Nach den jüngsten Informationen zur Kita-Bedarfsplanung soll die Einrichtung dort nicht mehr realisiert werden. Das steht im Widerspruch zur bisherigen Planung und zur eigenen Vermarktung der Stadt: Für das Quartier mit rund 200 neuen Wohneinheiten ist bislang ausdrücklich eine Kita vorgesehen. „Wer Grundstücke gerade auch an Familien vermarktet und dabei eine Kita als Teil des neuen Quartiers ausweist, kann diese Planung nicht ohne nachvollziehbare Neubewertung wieder aufgeben“, sagt Sebastian Lieske, Vorsitzender der CDU Amelsbüren. „Eltern brauchen Verlässlichkeit bei der Frage, wie sie Familie und Beruf organisieren können. Und für Kinder bedeutet eine wohnortnahe Kita kurze Wege, vertraute Nachbarschaften und ein frühes Ankommen im eigenen Stadtteil.“
Aus Sicht der CDU darf die Bedarfsplanung zudem nicht nur den heutigen Stand betrachten. Neben den rund 200 Wohnungen am Dornbusch sieht das städtische Baulandprogramm für Böckenhorst weitere 200 bis 250 Wohneinheiten vor. „Mit beiden Baugebieten werden in den kommenden Jahren zusätzliche Familien nach Amelsbüren kommen. Es wäre kurzsichtig, ausgerechnet jetzt eine Fläche aufzugeben, die für eine wohnortnahe Betreuung gebraucht werden kann“, so Lieske. Gerade für Eltern kleiner Kinder sei es ein erheblicher Unterschied, ob ein Betreuungsplatz im eigenen Quartier erreichbar sei.
Die CDU fordert deshalb eine nachvollziehbare Darstellung, auf welcher Grundlage der Kita-Bedarf neu bewertet wurde und wie die weitere Wohnbauentwicklung dabei berücksichtigt wird. „Solange die Entwicklung von Dornbusch und Böckenhorst nicht belastbar absehbar ist, sollte der Kita-Standort gesichert bleiben. Eine vorausschauende Stadtteilentwicklung muss die Bedürfnisse von Kindern und Eltern von Anfang an mitdenken“, so Lieske.