Neuauflage einer Endlos-Debatte
„Amelsbüren wächst und wächst. Da gibt es auch einen entsprechenden bedarf nach einer passenden Infrastruktur“, sagt der CDU-Politiker. Die dritte Kindertagesstätte, die nun doch im Baugebiet errichtet werden soll, aber auch eine neue Mehrfachturnturnhalle für die DJK Grün-Weiß-Amelsbüren gehören aus Sicht der CDU zu dieser Infrastruktur, die unbedingt mitwachsen müsse.
Gewünscht wird ein zweiter Lebensmittelmarkt in Amelsbüren bereits seit Jahren. Seit der Schließung des Edeka-Marktes der Familie Tinz vor fünf Jahren ist dieser Wunsch eher stärker geworden. Umstritten ist die Suche nach einem geeigneten Standort. Fest eingeplant ist er im Neubaugebiet direkt an der Davertstraße. Kritiker wandten ein, die Lage sei nicht zentral genug. In der Dorfmitte jedoch ist geeigneter Platz rar. Sogar der Festplatz wurde in die politische Debatte eingebracht. Am Bahnhof ist noch nicht absehbar, wann Elbers umziehen wird. Die CDU hielt stets am Standort im Neubaugebiet fest.
Als Problem erwies sich bei der letzten Ausschreibung, dass die Stadt eine Summe für das Grundstück fordert, die der Markt womöglich nicht hergibt. Einzig ein Bewerber war damals bereits, den geforderten Preis zu zahlen. Andere gaben Angebote ab, die noch nicht einmal die Hälfte des geforderten Kaufpreises betrug. Der Rat beschloss daraufhin, das Thema zwei Jahre ruhen zu lassen, da das Grundstück nicht zu Schleuderpreisen hergegeben werden sollte. Im Kommunalwahlkampf spielte eine Rolle, ob das 6130 Quadratmeter große Grundstück für Wohnbebauung freigeben werden solle.
Planungsrechtlich zulässig ist ein Lebensmittelmarkt mit der maximalen Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern. Der Markt soll nach den Vorstellungen der Stadt Münster primär der Versorgung des umliegenden Siedlungsgebietes dienen, „ohne belastende Auswirkungen auf das Amelsbürener Stadtteilzentrum zu haben“.