Sporthalle: Gemeinsame Initiative von CDU und SPD
Seit Jahren wird über den Bau einer weiteren Turnhalle in Amelsbüren gesprochen. Jetzt haben CDU und SPD einen gemeinsamen Antrag formuliert, um das Vorhaben auf den Weg zu bringen. Gemeinsam unterstrichen Martin Schulze-Werner und Theo Boekenkötter für die CDU und Friedhelm Schade und Hermann Geusendam-Wode für die SPD die Notwendigkeit des Projekts. Treffend merkt Friedhelm Schade an: „Das wird ein Riesenprojekt für Amelsbüren, für das aber auch eine Riesenunterstützung notwendig ist.“
Der Vorsitzende der Ortsunion, Martin Schulze-Werner, schlägt sogar den Bogen über Amelsbüren hinaus. „Das wird keine Halle ausschließlich für Amelsbüren.“ Denn wenn auch der Standort noch nicht klar ist und auch die Politik hier nicht vorpreschen will, so ist doch klar, dass die neue Halle südlich des Kanals zwischen Amelsbüren und Hiltrup liegen wird. Dort, wo bereits heute die Sportplätze der DJK Grün-Weiß Amelsbüren anzutreffen sind. Für viele Sportler aus Hiltrup-West, die sich bereits heute der DJK angeschlossen haben, heißt das: „Einmal über die Inkmann-Brücke und dann ist man am Sportverein“, wie Schulze-Werner meint.
Gemeinsame Sache für eine neue Turnhalle in Amelsbüren: Hermann Geusendam-Wode und Friedhelm Schade, beide SPD, sowie Martin Schulzte-Werner und Theo Boekenkötter, beide CDU (v. l.). Foto: Michael GrottendieckAber es ist nicht der Andrang aus Hiltrup allein. Amelsbüren ist in den vergangenen zehn Jahren auf 6062 Einwohner gewachsen, was einem Plus von 20 Prozent entspricht. Amelsbüren gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Stadtteilen, heißt es in dem Antragstext. „Seit Jahren bereitet die weitgehend unveränderte Infrastruktur Probleme, da sie heutigen Anforderungen des gewachsenen und weiter wachsenden Stadtteils nicht gerecht wird.“
Theo Boekenkötter, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung, spricht daher von einer Komplettierung der Infrastruktur. Sein Amtskollege von der SPD, Hermann Geusendam-Wode, fordert, gleiche Lebensverhältnisse in den Ortsteilen zu schaffen. Er sei erschrocken gewesen, als er realisiert habe, dass es in Amelsbüren lediglich eine Einfach-Turnhalle an der Davertschule gebe. Für Amelsbürens SPD-Chef Friedhelm Schade ist eine Zweifach-Turnhalle ein Muss. „Wir lassen prüfen, ob eine Dreifach-Turnhalle notwendig ist“.
Zum Zeitplan drücken die Politiker auf das Tempo. Ein Planungsbeschluss solle noch vor den nächsten Kommunalwahlen her. Spätestens in „drei bis fünf Jahren“, so Schulze-Werner, müsse die Halle fertig sein.