Die so genannten „Schülerspezialverkehre“ für Grundschulkinder bleiben bestehen und werden damit von der Stadt Münster auch künftig finanziert. Das ist das Ergebnis der gestrigen CDU-Fraktionssitzung, das bereits mit dem Koalitionspartner abgestimmt ist. „Der Verwaltungsvorschlag ist damit vom Tisch“, sagte der Amelsbürener Ratsherr und CDU-Vorsitzende Stefan Weber.
„Wir freuen uns für die betroffenen Eltern und Kinder, dass die familienpolitischen Argumente überzeugen konnten und das auch künftig ein sicherer Schulweg aus den Außenbereichen zu den Grundschulen garantiert ist“, so Weber. Die CDU Amelsbüren hatte sich dafür eingesetzt, dass Grundschüler, die in den Außenbezirken wohnen, auch weiterhin mit dem Schulbus zur Grundschule fahren können. Stadtweit sind davon 547 Kinder betroffen. Gerade die Schulwege aus den Außenbereichen führten häufig entlang von Kreisstraßen ohne separaten Radweg und seien nicht beleuchtet. „Diese Wege sollten Kindern zwischen dem ersten und vierten Schuljahr nicht zugemutet werden“, so der CDU-Vorsitzende.
Besonders wäre die Loevelingloh-Grundschule von einer Einstellung betroffen gewesen. Die Grundschule Loevelingloh, die zwischen den Stadtteilen Amelsbüren und Mecklenbeck liegt, wird heute mehrheitlich von Schüler aus Mecklenbeck besucht. Es sei zu erwarten gewesen, dass bei einem vollständigen Entfall des Schülerspezialverkehrs die Anmeldungen von Schülern aus Mecklenbeck in erheblichem Umfang wegfallen und im Ergebnis den Bestand der Loevelingloh-Schule mit 105jähriger Tradition in Frage stellen. Die Loevelingloh-Grundschule liefere eine sinnvolle Entlastung der Peter-Wust-Schule in Mecklenbeck, die bereits vierzügig betrieben wird und damit auch aus schulfachlichen Gründen an ihrer Grenze angelangt ist, so die CDU in einer Pressemitteilung.