CDU Amelsbüren wendet sich gegen Einstellung des Schülerspezialverkehrs
„Eine gänzliche Streichung des städtischen Schülerspezialverkehrs werden wir nicht mittragen“, sagte der Vorsitzende der CDU Amelsbüren, Stefan Weber im Anschluss an die jüngste Vorstandsitzung seiner Ortsunion. Der CDU-Vorstand habe dieses Thema ausführlich erörtert und die von der Verwaltung vorgeschlagenen Einsparpotentiale sowie die schwierigen rechtlichen Rahmenbedingungen diskutiert, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Ortsunion.
„Aus den zahlreichen Gesprächen mit betroffenen Eltern in den Außenbezirken wissen wir, dass gerade zu der Tageszeit, in der Kinder zur Schule gebracht werden, die Fahrten zum Arbeitsplatz der Eltern anstehen und damit der Familien-Pkw gebunden ist. Klar ist, dass mit einem Wegfall der Schülerspezialverkehre die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich erschwert würde“, so der CDU-Vorsitzende. „Auch im Umland der Stadtteilzentren muss Familienfreundlichkeit Markenzeichen der CDU-geführten Stadtregierung sein und bleiben, damit auch hier in Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte der Grundsatz gilt: Vorrang für Familien und Kinder“, begründet Weber die einstimmige Entschließung des Ortsvorstandes.
„Wir gehen davon aus, dass in dieser wichtigen Frage rechtzeitig zum Anmeldebeginn in den Grundschulen Klarheit herrscht“, berichtet Weber aus Gesprächen mit den Fachpolitikern. Mit besonderem Augenmerk müsse die Sondersituation der Grundschule Loevelingloh verfolgt werden, so Weber weiter. Die Grundschule Loevelingloh, die zwischen den Stadtteilen Amelsbüren und Mecklenbeck liegt, wird heute von einem überwiegenden Anteil von Schüler aus Mecklenbeck besucht. Bei einem vollständigen Entfall des Schülerspezialverkehrs sei zu erwarten, dass die Anmeldungen von Schülern aus Mecklenbeck in erheblichem Umfang wegfallen würden und im Ergebnis den Bestand der Loevelingloh-Schule in Frage stellen. „Die Loevlingloh-Schule hat eine 105jährige Tradition und verfügt über ein exzellentes Schulprofil. Der Bestand dieser Schule sollte nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden“, fordert Weber. Überdies werde die Peter-Wust-Schule in Mecklenbeck bereits vierzügig betrieben und sei damit auch aus schulfachlichen Gründen an ihrer Aufnahmegrenze angelangt.